Ihr Weg nach Burgdorf

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Handball - Die Recken

Bitterer Punktverlust nach schwacher Leistung

Mait Patrail rettet die RECKEN vor einem Debakel - Ausgleich nach der Schlusssirene

Kein Spiel für schwache Nerven. Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf rettete bei GWD Minden mit dem 29:29 (9:14) einen Punkt. Dabei lagen die Burgdorfer während der gesamten 60 Minuten nicht einmal in Führung. Der erste Ausgleich zum 28:28 gelang Casper Mortensen eine Minute und zwanzig Sekunden vor dem Ende. Als der überragende Mindener Christoffer Rambo (insgesamt neun Treffer) 53 Sekunden vor der Schlusssirene die erneute GWD-Führung zum 29:28 erzielte, schien die Partie gelaufen. Doch es gab nach Spielende noch einen letzten Freiwurf für die RECKEN. Der wieder überragende Mait Patrail drosch den Ball unhaltbar für den sehr starken Mindener Torwart Espen Christensen in den Winkel und das Unentschieden war perfekt.

So schwach wie in der ersten Halbzeit hat man die Burgdorfer in dieser Saison noch nie gesehen. Es lief nichts zusammen. Dem ansonsten so gute Morten Olsen gelang überhaupt nichts. Immer wieder „glänzte“ er mit Fehlwürfen und schwachen Abspielen. So erzielten die Gäste erst in der 6. Minute den ersten Treffer zum 1:2. Danach musste man weitere 15 Minute warten ehe Mortensen das zweite TSV-Tor erzielte. Da hieß es 8:2 für die Hausherren. Nicht zu stoppen war der Mindener Torjäger Christoffer Rambo, der in dieser Zeit sechs Treffer in Folge für sein Team warf. Olsen wurde aus heraus genommen und kam erst Mitte der 2. Halbzeit wieder ins Spiel. Für ihn führte Mait Patrail Regie. Zwar verkürzte Pevnov in der 20. Minute auf 4:8, doch anschließend fing es wieder bergab und drei Minuten später hieß es 4:11 gegen die RECKEN. TSV-Trainer Carlos Ortega nahm in der Folgezeit seinen Torwart bei Angriffen für einen weiteren Feldspieler aus dem Spiel. Dies nutzte die Gäste und kamen wieder auf 9:12 heran, aber nach weiteren Fehlern hieß es 9:14 zur Pause. Nach Wiederbeginn das gleiche Bild. Es stand nach weiteren bitteren Fehlern 9:16, 10:17 und 14:21. Aber nun waren die Aktionen der Mindener nicht mehr so druckvoll. So wurde aus dem 14:21 (38. Minute) innerhalb von zwölf Minuten ein  23:24 aus Burgdorfer Sicht. Aber nach einem weiteren Olsen-Fehler, der diesmal einen gebrauchten Tag erwischt hatte, stand es in 53. Minute 23:27. Trotzdem kämpften die Burgdorfer jetzt verbissen gegen stark nachlassende Mindener. Letztlich ein glücklicher Punktgewinn für die TSV Hannover-Burgdorf, die sich insgesamt 27 Fehlwürfe leistete, dabei zwei Siebenmeter, und häufig am überragenden GWD-Torwart Christensen scheiterten.

Durch den 33:23-Erfolg über Stuttgart zogen die Rhein-Neckar-Löwen in der Tabelle an den RECKEN vorbei auf Rang drei vor den Burgdorfern.

Stimmen zum Spiel:

Carlos Ortega, (TSV-Trainer): „Minden hätte den Sieg verdient gehabt. Ich bin letztlich zufrieden mit dem Punkt nach dem tollen finalen Wurf von Mait Patrail und wir müssen uns Gedanken darüber machen, wie meine Mannschaft heute gespielt hat. Vielleicht hätte ich nach unserer schwachen Vorstellung eher reagieren müssen bei den Auswechslungen. Mittelmann Pavel Atman fehlt uns doch sehr. Vor allem im Angriff waren wir sehr schwach.“

Frank Carstens (GWD-Trainer): „In der Anfangsphase haben wir sehr viel richtig gemacht. Aber so eine Leistung hält man 60 Minuten lang nicht durch. Am Ende hat uns die Effektivität im Angriff gefehlt, gegen den siebten Feldspieler der Burgdorfer haben wir uns schwer getan.“

Mait Patrail (TSV-Spieler): „Der letzte Wurf zum Ausgleich ist mir sehr gut gelungen, ich habe da einfach eine Lücke gesehen und Glück gehabt. Der Punkt ist sehr wichtig für uns, aber wir haben im Angriff nicht das gebracht, was wir können.“

Benjamin Chatton (TSV-Geschäftsführer): „Wir waren zu statisch und haben ungewöhnlich viele Fehler gemacht. Der Punkt ist glücklich, aber emotional sehr wertvoll. Die Siegermentalität, die einige Spieler gezeigt haben, hat sich am Ende auf die gesamte Mannschaft übertragen.“

TSV Hannover-Burgdorf: Ziemer, Semisch – Mortensen (9/1 Tore), Häfner (5), Patrail (4), Brozovic (3), Olsen (2), Böhm (2), Kastening (2), Johannsen (1), Pevnov (1), Thiele, Lehnhoff, Karason, Kalafut, Christophersen.

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Bitterer Punktverlust nach schwacher Leistung

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