Ihr Weg nach Burgdorf

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Handball - Die Recken

„Vorraussetzungen waren sehr speziell“

RECKEN erwarten am Donnerstag mit GWD Minden einen starken Gegner

Nach einer längeren Spielpause weiß man vor dem ersten Pflichtspiel häufig nicht, wie gut der aktuelle Leistungsstand wirklich ist. Auf Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf trifft das nach der Europameisterschaft in Kroatien noch stärker zu, denn Trainer Carlos Ortega musste in der vierwöchigen Wintervorbereitung nicht nur auf die vier EM-Teilnehmer Kai Häfner, Casper Mortensen, Morten Olsen und Rúnar Kárason verzichten, sondern auch mehrere angeschlagene Spieler standen nicht zur Verfügung. „Die Vorbereitung war schon sehr speziell, aber wir haben trotz der ungünstigen Voraussetzungen gut gearbeitet. Die Mannschaft hat hervorragend mitgezogen, die Stimmung ist gut“, berichtet Ortega.

Eine gute Leistung werden seine Schützlinge zum Start in die zweite Saisonhälfte dringend benötigen, denn am Donnerstag, 8. Februar 2018, von 19 Uhr an in der TUI Arena  reist mit GWD Minden eine ambitionierte Mannschaft in die niedersächsische Landeshauptstadt. „Minden spielt besser, als es der Tabellenstand vermuten lässt. Sie verfügen über eine stabile Abwehr, ein gutes Tempospiel und reichlich Wurfkraft aus dem Rückraum“, zählt Carlos Ortega einige Stärken der Ostwestfalen auf. Insbesondere durch den Norweger Christoffer Rambo und Jungnationalspieler Marian Michalczik kommt Minden zu leichten Toren aus der Fernwurfzone. Rambo erzielte bisher 76, Michalczik 74 Saisontreffer, Rechtsaußen Aleksander Svitlica traf bisher 67-mal für das Team von Trainer Frank Carstens, der 2009 mit der TSV Hannover-Burgdorf in die 1. Bundesliga aufstieg.

Lehren aus dem Hinspiel vor gut zwei Monaten konnten DIE RECKEN reichlich ziehen. „Damals haben wir nicht unseren besten Tag gehabt und mit viel Glück ein Unentschieden erkämpft“, erinnert sich Timo Kastening. Der Rechtsaußen freut sich nach den trainingsintensiven Wochen auf den Rückrundenstart. „Es geht endlich wieder um Punkte und wir wollen unsere gute Ausgangssituation weiter verbessern“, gibt sich das RECKEN-Eigengewächs optimistisch, das in der Vorbereitung hart im Athletik- und Individualbereich gearbeitet wurde. Beim 29:29 im Hinspiel konnte Mait Patrail mit einem direkt verwandelten Freiwurf mit der Schlusssirene noch den glücklichen Ausgleich erzielen.

Personell müssen die Niedersachsen voraussichtlich nur auf Lars Lehnhoff (Oberschenkel) verzichten. Allerdings sind Mait Patrail (Rücken) und Rúnar Kárason (muskuläre Probleme) angeschlagen – ihr Einsatz steht noch auf der Kippe. Weiterhin Fortschritte macht Rückraumspieler Pavel Atman, der in der vergangenen Woche komplett ins Mannschaftstraining eingestiegen ist. „Pavel ist körperlich in toller Verfassung. Nach so einer langen Pause wird er aber noch Zeit benötigen, bis er die handballspezifischen Abläufe wieder vollständig verinnerlicht hat“, bremst Ortega die Erwartungshaltung beim russischen Spielmacher.

Außer Iker Romero, der als Teammanager von Spanien mit der Goldmedaille dekoriert zurück nach Hannover kam, verpassten alle weiteren RECKEN ihre gesetzten Ziele. „Natürlich sind Kai, Casper, Morten und Rúnar nicht zufrieden gewesen, aber sie haben in den vergangenen  Tagen im Trainingsbetrieb voll mitgezogen und freuen sich auf die Aufgaben bei den RECKEN“, erklärt Ortega. „Für die EM-Fahrer ist es gut, jetzt wieder in ihr gewohntes Umfeld zu kommen und schnell in den Bundesligaalltag zu finden“, berichtet Timo Kastening.

Nach den 60 Minuten am Donnerstagabend werden DIE RECKEN nicht nur wissen wo sie nach der Spielpause stehen, sondern auch, ob die Saison 2017/18 so erfolgreich weitergeht, wie sie begonnen hat. (RECKEN)

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„Vorraussetzungen waren sehr speziell“

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